Am 8. Februar 2026 verwandelte sich Freital erneut in eine Hochburg des närrischen Treibens. Insgesamt 14 Faschingsvereine beteiligten sich mit viel Kreativität, Engagement und Liebe zum Detail an der diesjährigen Parade. Farbenfrohe Kostüme, aufwendig gestaltete Wagen und schätzungsweise 15 000 Besucher am Straßenrand sorgten für eine rundum gelungene Veranstaltung. Einer der Wagen stach dabei mit einer politischen Botschaft besonders hervor: der Beitrag der Freitaler Stadtspitze, der mit einer ebenso pointierten wie symbolstarken Botschaft einen Akzent setzte, humorvoll verpackt, aber inhaltlich klar. Für Florian Fritzsche, Mitglied der Konservativen Mitte und zugleich Mitglied des Elferrats Somsdorf, zeigt sich darin eine besondere Qualität des örtlichen Brauchtums: „Fasching ist nicht nur Unterhaltung, sondern Ausdruck von Gemeinschaft und Verantwortungsbewusstsein. Es freut mich sehr zu sehen, wie viele Menschen heute gekommen sind, um den Faschingsumzug zu sehen.“
„Wir spinnen einfach Stroh zu Gold“

Unübersehbar prangte auf dem Wagen der Spruch: „Macht in Berlin doch was ihr wollt, wir spinnen einfach Stroh zu Gold. Nicht für Armee, Staat oder Adelshaus! Das Gold geht ans Volk, wir teilen’s aus.“ Die Gestaltung griff das bekannte Märchenmotiv auf: Strohballen, goldene Elemente und symbolische „Goldbarren“ sowie ein kleines Männchen am Spinnrad bildeten das Bild. Die Kernaussage war deutlich: Wertschöpfung und Verantwortung beginnen vor Ort, und was hier erarbeitet wird, soll auch hier bei den Menschen ankommen. Symbolisch wurde dargestellt, dass das auf dem Wagen „gesponnene“ Gold beziehungsweise Geld durch die Stadtspitze – unter anderem persönlich mit Oberbürgermeister Uwe Rumberg und Ersten Bürgermeister Peter Pfitzenreiter – an die Bevölkerung weitergegeben wurde. Florian Fritzsche ordnet dies wie folgt ein: „Die Symbolik war eindeutig: Politik muss den Menschen dienen. Das, was erarbeitet wird, darf nicht in anonymen Strukturen verschwinden, sondern muss vor Ort Wirkung entfalten.“
Kommunale Verantwortung statt Berliner Luftschlösser
Der Spruch traf einen Nerv. Während auf Bundesebene immer neue Milliardenprogramme und Umverteilungen beschlossen werden, stehen Städte und Gemeinden vor ganz konkreten Herausforderungen – finanziell wie organisatorisch. Steigende Kosten, wachsende Bürokratie und immer neue Vorgaben aus übergeordneten Ebenen belasten die kommunale Handlungsfähigkeit zunehmend. Dass die Stadtspitze diese Thematik im Rahmen des Faschings aufgriff, wurde von vielen als Zeichen verstanden, Probleme nicht auszublenden. Florian Fritzsche betont hierzu: „Es braucht den Mut, auch in heiteren Momenten Klartext zu sprechen und das zu sagen, was manche nicht hören wollen. Wer Verantwortung trägt, darf sich nicht hinter Zuständigkeiten verstecken.“ Der Wagen der Stadtverwaltung setzte damit ein sichtbares Zeichen für kommunale Selbstbehauptung und Verantwortungsbewusstsein.
Energiepolitik mit Maß und Mitte
Auch energiepolitische Fragen bilden derzeit einen zentralen Diskussionspunkt. Der vielfach ideologisch geprägte Ausbau von Windkraftanlagen wird zunehmend kritisch betrachtet, insbesondere dort, wo Planungen ohne ausreichende Rücksicht auf Landschaft, Anwohner und Wirtschaftlichkeit erfolgen. Für viele Bürger entsteht der Eindruck, dass Entscheidungen fernab der kommunalen Realität getroffen werden. Florian Fritzsche formuliert es so: „Energiepolitik braucht Maß und Mitte. Symbolpolitik und einseitige Lösungen helfen weder den Kommunen noch den Bürgern weiter.“ Gerade Kommunen seien es, die die Folgen politischer Entscheidungen unmittelbar spürten: sei es bei Flächennutzungsfragen, Infrastrukturmaßnahmen oder finanziellen Belastungen. Der närrische Rahmen habe verdeutlicht, dass diese Debatten auch mit Humor angesprochen werden können, ohne an Ernsthaftigkeit zu verlieren. „Fasching ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, um politische Themen humoristisch aufzuarbeiten und den Menschen näherzubringen. Die Politiker und deren Arbeit sind sehr gute und beliebte Themen für die Gestaltung des Umzugswagens oder als Inhalt in einem Faschingsprogramm. Menschen kommen zusammen, lachen gemeinsam, aber nehmen die Botschaft mit nach Hause. Das ist wieder ein perfektes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, unser Kulturgut und unseren Brauchtum zu stärken und zu unterstützen.“
Dank an alle Beteiligten
Neben der politischen Botschaft stand jedoch vor allem eines im Mittelpunkt: das gemeinsame Feiern. Vierzehn Faschingsvereine haben mit großem Einsatz zum Gelingen der Parade beigetragen. Hinter jedem Wagen, jedem Kostüm und jedem Programmpunkt stehen unzählige ehrenamtliche Stunden. Florian Fritzsche unterstreicht: „Ohne das Engagement der Vereine, der Organisatoren und der vielen Helfer wäre ein solcher Tag nicht möglich. Ihnen gilt unser ausdrücklicher Dank. Es freut mich immer wieder sehr zu sehen, mit welcher Hingabe und Leidenschaft die Wagen gestaltet wurden. Es ist immer mit sehr viel Arbeit und Fleiß verbunden. Jetzt zu sehen, wie 15 000 Freitaler jedem Einzelnen zuwinken und feiern, macht einen selbst sehr glücklich und erfüllt einen mit Stolz.“ Der Dank richtet sich ebenso an die Sicherheitskräfte, die Verwaltung sowie die zahlreichen Besucher, die den Fasching in Freital erneut zu einem besonderen Ereignis gemacht haben. So bleibt von diesem Tag nicht nur Konfetti auf den Straßen, sondern auch die Erkenntnis, dass Brauchtum, Gemeinschaft und eine klare Haltung einander nicht ausschließen, sondern sich sinnvoll ergänzen. „Wir von der konservativen Mitte unterstützen gern dieses Brauchtum und die Vereine, die es pflegen. Mit Besuchen derer Veranstaltungen kann jeder seinen Beitrag dazu leisten, die Faschingskultur und das Brauchtum weiter zu erhalten, und erlebt zugleich noch einen unvergleichlichen Abend“, so Florian Fritzsche abschließend.


Wer an Spieltagen oder zu großen Veranstaltungen in die WGF-Arena am Platz des Friedens in Freital kommt, kennt die Situation: Viele Besucher parken auf der einen Seite – und wollen dann zur Arena auf die andere Seite der Burgker Straße. Gerade bei dem üblichen hohen Verkehrsaufkommen wird das Überqueren schnell unübersichtlich und damit gefährlich. Stadtrat 


Besonders wichtig ist die Frage der Dimension. Wenn in der öffentlichen Darstellung vom „Ersetzen“ gesprochen wird, entsteht ein falsches Bild. Tatsächlich geht es in den betroffenen Bereichen nicht um eine kleine Veränderung, sondern um einen massiven Eingriff. „Im Zeitungsartikel wird beispielsweise davon gesprochen, dass ein bestehendes Windrad durch ein größeres ersetzt werden soll. Das klingt harmlos. Die Realität ist aber eine vollkommen andere.“ Mihaly-Anastasio stellte die Fakten klar: „Tatsächlich reden wir über fünf neue Windkraftanlagen mit einer Höhe von rund 262 Metern. Mehr als dreimal so hoch wie die bestehende Anlage. Das ist kein Austausch. Das ist eine massive Veränderung des Raumes, der Landschaft und der Lebensqualität.“ Gerade deshalb ist eine sachliche Debatte nur möglich, wenn die Menschen vor Ort erfahren, worüber tatsächlich entschieden werden soll.
Die Konservative Mitte steht für eine Politik, die Maß und Mitte wahrt. Nachhaltigkeit ist kein Wettlauf um immer größere Anlagen und immer mehr Fläche. Nachhaltigkeit heißt, Natur, Menschen und kommunale Entwicklung gemeinsam zu denken. Claudia Mihaly-Anastasio meint dazu: „Dieser Beschluss richtet sich nicht pauschal gegen erneuerbare Energien. Er richtet sich für eine nachhaltige Entwicklung im Sinne unserer Stadt und ihrer Bürger. Nachhaltig heißt nicht maximal. Nachhaltig heißt ausgewogen. Und nachhaltig heißt, die Menschen mitzunehmen.“

Der Kern ihrer Analyse liegt weit über der kommunalen Ebene. Mihaly-Anastasio sagt klar, „dass unser Land im Ganzen extrem kinderunfreundlich wird.“ Genau darin sieht sie die wahre Ursache der aktuellen Kita-Schließungen. Immer mehr junge Erwachsene fragen sich, ob sie sich ein Leben mit Kindern überhaupt leisten können, und ob sie ihre Kinder in diese Unsicherheit hinein geboren wissen möchten.
Die Diskussionen sollen nicht an der Rathaustür enden, sondern an die richtigen Adressen weitergetragen werden. Die Botschaft der Konservativen Mitte lautet: Freital ist nicht kinderunfreundlich, Freital kämpft mit den Folgen eines kinderunfreundlichen Landes. Wenn Politik in Berlin und Dresden umsteuert, wenn Familien endlich verlässlich entlastet und gestärkt werden, dann werden Kitaschließungen nicht mehr das logische Ergebnis einer falschen Weichenstellung sein.





Peter Pfitzenreiter, Vorsitzender der Konservativen Mitte und Kreisrat im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, findet klare Worte zur Finanzpolitik von Freistaat und Bund. „Schuldenfrei? Wenn, dann für alle“, sagt er – und kritisiert, dass sich der Freistaat seine Nullverschuldung erkaufe, indem er ausgerechnet dort kürze, wo Städte und Gemeinden handlungsfähig bleiben müssen. Zugleich erlaube ausgerechnet der Freistaat den Städten und Gemeinden dafür neue Schulden machen zu dürfen.
Besonders stößt ihm ein aktueller Erlass des Freistaats auf: „Der Freistaat bleibt schuldenfrei – und erklärt gleichzeitig, dass Kommunen wegen der Lage für fast alles Schulden machen können.“ Wenn der Freistaat sparen will, müsse das auch ohne Neuverschuldung von Städten und Landkreisen gelingen. „Allerdings müsste dann der Freistaat bei seinen eigenen Aufgaben sparen“, so Pfitzenreiter weiter.