Schließung Stadion am Burgwartsberg – die Fakten.

Die Schließung des Stadions am Burgwartsberg zum 30. Juni 2028 ist Bestandteil der Sportstättenplanung der Stadt Freital. Der Spielbetrieb soll mit dem Ende der Saison 2027/2028 eingestellt werden. Anschließend soll das Gelände als Wohnstandort entwickelt werden. Der Stadtrat beschloss am 25. Juni 2026 die einvernehmliche Beendigung des Erbbaurechtsvertrages auf Bitten des Sportclub Freital und die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens „Wohnen am Burgwartsberg“. (Beschlussvorlage zur Schließung des Stadions, Beschlussvorlage zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Areal)

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Die Sportstättenplanung seit 2020

Am 2. Juli 2020 fasste der Stadtrat mit der Beschlussvorlage B 2020/050 den Grundsatzbeschluss zum Umbau des Stadions des Friedens zum neuen Freitaler Sportzentrum. Der Beschluss sah neben dem Bau eines Funktionsgebäudes und eines neuen Kunstrasen-Großspielfeldes ausdrücklich vor, das Stadion am Burgwartsberg nach Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Anlagen zu schließen. Das frei werdende Gelände sollte anschließend für die Entwicklung und Vermarktung von Wohnbaugrundstücken genutzt werden. Am 7. Oktober 2021 bestätigte der Stadtrat mit der Beschlussvorlage B 2021/072 das Vorhaben unter geänderten Finanzierungsbedingungen. Die Regelungen zur späteren Schließung und Entwicklung des Stadions am Burgwartsberg blieben unverändert bestehen. Die Schließung sollte einen Beitrag zur Refinanzierung der Investitionen in das Freitaler Sportzentrum/WGF-Arena dienen.

Weiterbetrieb zunächst verlängert

Das Stadion am Burgwartsberg sollte ursprünglich mit der Inbetriebnahme der erweiterten WGF-Arena geschlossen werden. Weil die Entwicklung eines tragfähigen Konzeptes für die spätere Grundstücksnutzung mehr Zeit erforderte, beschloss der Stadtrat im Juni 2025 zunächst den unveränderten Weiterbetrieb als Sportanlage mit der Beschlussvorlage B 2025/025.

Antrag des SC Freital auf Vertragsbeendigung

Der SC Freital beantragte mit Schreiben vom 28. Mai 2026 die einvernehmliche Aufhebung des Erbbaurechtsvertrages zum 30. Juni 2028. Der Verein plant, die Fußballabteilung mit mehr als 500 Mitgliedern künftig auf zwei der bisher drei Sportstätten (WGF-Arena, Johannes-May-Stadion) zu konzentrieren. Der Spielbetrieb am Burgwartsberg soll zum Ende der Saison 2027/2028 eingestellt werden. Darüber entschied der Stadtrat am 25.06.2026 im Rahmen der Beschlussvorlage B 2026/015.

Investitionsbedarf und laufende Probleme

Für einen dauerhaften Weiterbetrieb des Stadions am Burgwartsberg wären erhebliche Investitionen erforderlich:

  • sanierungsbedürftiges Funktionsgebäude,
  • abgenutzter Kunstrasenplatz,
  • Umrüstung der Flutlichtanlage auf LED-Technik,
  • hohe laufende Betriebskosten bspw. durch die Bewässerung des Rasenplatzes mit Trinkwasser.

Weitere Gründe ergeben sich aufgrund der Lage, wie zunehmende Konflikte mit Anwohnern durch sportbegleitenden Lärm oder die zu geringe Anzahl von Stellplätzen im Umfeld. Diese Faktoren sind sowohl im Antrag des SC Freital als auch in der Beschlussvorlage zur Beendigung des Erbbaurechtsvertrages aufgeführt.

Nutzung der übrigen Sportanlagen

Die Nutzbarkeit der übrigen Sportflächen wurde beziehungsweise soll jedoch erweitert werden. Am Richard-Hofmann-Weg wurde bereits das frühere Tennenfeld zu einem Kunstrasen-Großspielfeld mit LED-Flutlicht zur Kompensation umgebaut. Der Platz kann ganzjährig, in den Abendstunden und für Punktspiele im Jugendbereich genutzt werden.

Auch die Sanierung des Sportplatzes in Birkigt soll dessen Nutzbarkeit erhöhen. Zusätzlich ist ein weiteres Rasengroßspielfeld am Richard-Hofmann-Weg vorgesehen. Die Finanzierung dieses Platzes steht unter dem Vorbehalt von Fördermitteln. Die beantragte Bundesförderung wurde 2026 nicht bewilligt; alternative Finanzierungsmöglichkeiten werden deshalb geprüft.

Der Wegfall der beiden Großspielfelder am Burgwartsberg kann bei der reinen Flächenzahl nicht vollständig ausgeglichen werden, aber neben den bereits erfolgten Verbesserungen bei den Nutzungsbedingungen und einer Steigerung der Auslastung vorhandener Sportstätten sieht die Planung einen weiteren Rasenplatzneubau vor.

Auswirkungen auf den städtischen Haushalt

Durch die Schließung entfallen anteilige Betriebskostenzuschüsse an den SC Freital sowie ein Teil für die Sportstättengrundbetreuung. Die dadurch entfallenden Aufwendungen betragen jährlich rund 125.000 Euro. Sollte das zusätzliche Rasengroßspielfeld am Richard-Hofmann-Weg errichtet werden, entstehen dort wiederum zusätzliche Betriebs- und Betreuungskosten, die aber geringer ausfallen werden. Unter Berücksichtigung beider Effekte geht die Stadtverwaltung insgesamt von einer Verringerung der jährlichen Aufwendungen im städtischen Haushalt aus.

Bebauungsplan „Wohnen am Burgwartsberg“

Für das rund 22.000 Quadratmeter große Areal wurde das Bebauungsplanverfahren „Wohnen am Burgwartsberg“ eingeleitet – der Stadtrat befasste sich am 25.06.2026 mit der Beschlussvorlage B 2026/018. Damit sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für Ein- und Mehrfamilienhäuser geschaffen werden. Die bisherige Planung sieht außerdem Grün-, Spiel- und Aufenthaltsbereiche vor. Die Erschließung soll über die Oberpesterwitzer Straße erfolgen. Die Freitaler Projektentwicklungsgesellschaft mbH als stadteigenes Unternehmen soll die Planung und Erschließung übernehmen. Die Planungskosten und die Kosten für die Erschließungsanlagen sollen nach der Beschlussvorlage über einen städtebaulichen Vertrag von der Projektentwicklungsgesellschaft getragen werden.

Zusammenfassung

Die spätere Aufgabe des Stadions am Burgwartsberg war bereits Bestandteil des Stadtratsbeschlusses zum Ausbau des Stadions des Friedens vom 2. Juli 2020. Der Beschluss wurde 2021 unter geänderten Finanzierungsbedingungen fortgeführt. Der SC Freital beantragte 2026 die Beendigung des Erbbaurechtsvertrages zum 30. Juni 2028. Der Vereinsbetrieb soll auf die WGF-Arena und das Johannes-May-Stadion konzentriert werden. Nach dem Ende der sportlichen Nutzung soll das Gelände auf Grundlage des Bebauungsplans „Wohnen am Burgwartsberg“ als Wohnstandort entwickelt werden.

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Konservative Mitte - Burgwartsberg

Volksantrag zum Windkraftmoratorium: Jetzt auch in Freital unterschreiben

Wer den Volksantrag für ein Windkraftmoratorium in Sachsen unterstützen möchte, kann dies ab sofort auch ganz unkompliziert in Freital tun. Bei Post & Raumausstatter Müller in der Hainsberger Straße 4a liegen die offiziellen Unterschriftenlisten aus. Fabian Müller weist in einer aktuellen Videobotschaft auf die neue Möglichkeit hin und ruft dazu auf, von ihr Gebrauch zu machen. Damit gibt es in Freital nun eine feste Anlaufstelle für alle, die den Volksantrag unterstützen möchten.

Unterschriftenlisten liegen direkt vor Ort aus
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Fabian Müller ruft zu Unterschriften für den Volksantrag zum sächsischen Windkraftmoratorium auf

Fabian Müller erklärt im Video: „Wir brauchen 40.000 Unterschriften im Freistaat Sachsen für den Volksantrag zum Windkraftmoratorium. Nun kann man auch bei uns unterschreiben.“ Die Idee dahinter ist einfach: Viele Menschen kommen ohnehin regelmäßig in die Postfiliale oder zum Raumausstatter. Wer den Volksantrag unterstützen möchte, kann seinen Besuch deshalb direkt mit einer Unterschrift verbinden. Die Listen liegen bei Post & Raumausstatter Müller, Hainsberger Straße 4a, 01705 Freital zu den üblichen Öffnungszeiten aus.

Beim Volksantrag zählt die Unterschrift auf Papier

Anders als bei vielen Online-Petitionen reicht beim Volksantrag kein Klick im Internet. Die Unterstützung muss persönlich auf einem offiziellen Unterschriftenbogen erfolgen. Mindestens 40.000 gültige Unterschriften sind notwendig, damit der mit dem Volksantrag verbundene Gesetzentwurf in den Sächsischen Landtag eingebracht wird. Dort muss er anschließend beraten und zur Abstimmung gestellt werden. Unterschriftsberechtigt sind Deutsche, die mindestens 18 Jahre alt sind und seit mindestens drei Monaten ihren Hauptwohnsitz in Sachsen haben. Gerade deshalb sind feste Sammelstellen wichtig. Fabian Müller macht deutlich: „Es kommt auf jede Unteschrift an, dann muss die Politik sich mit dem Unmut in der Bevölkerung auseinandersetzen.“

Worum es beim Windkraftmoratorium geht

Über die Hintergründe des Volksantrags hat die Konservative Mitte bereits im Zusammenhang mit ihrem Windkraft-Infostand auf dem Freitaler Neumarkt informiert. Im Kern soll der weitere Ausbau zunächst gebremst werden, bevor durch neue Genehmigungen Fakten geschaffen werden. Der Volksantrag fordert insbesondere ein befristetes Moratorium für neue Windparks bis Ende 2027. Gleichzeitig sollen neue Genehmigungen ausgesetzt und die kommunale Planungshoheit gestärkt werden. Über neue Flächen für Windkraftanlagen sollen die Menschen und kommunalen Entscheidungsträger vor Ort wieder stärkeren Einfluss erhalten. Die Konservative Mitte unterstützt diese Zielrichtung, da sie den Gedanken der Subsidarität, der für die Wählervereinigung zentral ist, unterstützt. Gerade die Entwicklungen rund um Somsdorf, Lübau, Borlas und weitere geplante Windvorranggebiete haben in den vergangenen Monaten gezeigt, wie stark Entscheidungen über Windkraft unmittelbar in das Lebensumfeld der Menschen eingreifen. Beim Volksantrag geht es nun um den nächsten konkreten Schritt: Wer die Forderungen unterstützt, kann dies mit seiner persönlichen Unterschrift dokumentieren.

Eine einfache Möglichkeit direkt in Freital

Mit der neuen Sammelstelle bei Post & Raumausstatter Müller wird diese Beteiligung für Freitaler deutlich einfacher. Statt auf einen einzelnen Infostand oder eine Sammelaktion warten zu müssen, können Interessierte während der Öffnungszeiten vorbeikommen und den Volksantrag unterschreiben.

Wer darüber hinaus wissen möchte, was genau gefordert wird, wie das Verfahren eines Volksantrags funktioniert oder wo es weitere Sammelstellen gibt, findet alle Informationen unter www.volksantrag.org.

Es ist eine demokratische Möglichkeit zur Einflussnahme – auch außerhalb von Wahlen: Wer mit der derzeitigen Entwicklung beim Windkraftausbau in Sachsen nicht einverstanden ist, muss es nicht bei Kritik belassen. Mit einer Unterschrift kann jeder Berechtigte dazu beitragen, dass sich der Sächsische Landtag mit den konkreten Forderungen des Volksantrags befassen muss.

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Jetzt Stellung nehmen: Unterlagen zum Regionalplan Windkraft stehen zum Download bereit

Am Samstag, den 27. Juni 2026, hat die Konservative Mitte auf dem Neumarkt in Freital ihren Infostand zum Thema Windkraft im Rahmen des Wochenmarktes durchgeführt. Trotz großer Hitze nutzten zahlreiche Freitaler die Gelegenheit, sich über den Regionalplan Windkraft, die geplanten Windvorranggebiete und die Möglichkeiten der öffentlichen Beteiligung zu informieren. Im Mittelpunkt stand die von der Konservativen Mitte vorbereitete Stellungnahme zum Regionalplan Windkraft für das Windvorranggebiet in Somsdorf-Lübau-Borlas. Diese konnte direkt vor Ort unterzeichnet werden. Viele Bürger machten davon Gebrauch und unterstützten die Forderung, die weitere Belastung unserer Region durch neue Windvorranggebiete kritisch zu prüfen und konkrete Einwendungen in das Verfahren einzubringen. Henryk Eismann, Vorstandsmitglied der Konservativen Mitte, zog nach dem Infostand ein positives Fazit: „Wir haben heute unseren Stand zum Thema Windkraft durchgeführt. Trotz der großen Hitze waren dort einige interessante Gespräche dabei und wir konnten viele Unterschriften einsammeln.“

Beteiligung soll auch nach dem Infostand möglich bleiben
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Henryk Eismann, Vorstandsmitglied der Konservativen Mitte

Nicht jeder konnte am Samstagvormittag persönlich zum Neumarkt kommen. Deshalb stellt die Konservative Mitte die vorbereiteten Unterlagen nun auch über ihre Internetseite zur Verfügung. Bürgerinnen und Bürger können die Dokumente herunterladen, ausfüllen, unterschreiben und selbst beim Regionalen Planungsverband Oberes Elbtal/Osterzgebirge einreichen. Eismann erklärt dazu: „Da vielleicht der eine oder andere von Ihnen nicht hierherkommen konnte, stellen wir Ihnen gerne die Dokumente zum Download über unsere Homepage zur Verfügung.“

Damit soll die Beteiligung am Verfahren so einfach wie möglich gemacht werden. Viele Menschen erfahren zwar von den geplanten Windvorranggebieten, haben aber im Alltag kaum Zeit, sich durch umfangreiche Planunterlagen, Umweltberichte und Fachanlagen zu arbeiten. Genau hier setzt die vorbereitete Stellungnahme an: Sie bündelt zentrale Argumente, benennt konkrete Abwägungsfragen und ermöglicht es Bürgern, sachlich und nachvollziehbar Stellung zu nehmen.

Stellungnahme herunterladen, ausfüllen und einreichen

Die öffentliche Beteiligung am Regionalplan ist eine wichtige Möglichkeit, eigene Einwendungen vorzubringen. Entscheidend ist dabei, dass nicht nur pauschal widersprochen wird, sondern konkrete Gründe benannt werden. Dazu gehören unter anderem Fragen des Artenschutzes, des Landschaftsbildes, der Wohn- und Erholungsqualität, der Abstände, möglicher Vorbelastungen und der Auswirkungen auf Natur und Heimat. Die vorbereitete Stellungnahme kann heruntergeladen, mit Namen und Anschrift ergänzt, unterschrieben und anschließend beim Regionalen Planungsverband noch bis 6. Juli 2026 eingereicht werden.

Danke für die Unterstützung

Die Konservative Mitte bedankt sich bei Allen, die trotz der Hitze zum Stand gekommen sind, das Gespräch gesucht und die Stellungnahme unterstützt haben. Der Infostand hat gezeigt: Das Thema Windkraft bewegt viele Menschen in Freital und der gesamten Region. Für die Konservative Mitte bleibt klar: Wer Natur, Heimat, Wohnumfeld und kommunale Selbstbestimmung schützen will, sollte die bestehenden Beteiligungsmöglichkeiten nutzen.

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Kreisumlage im Landkreis: Konservative Mitte erreicht mehr Transparenz für künftige Haushaltsberatungen

Wenn es um kommunale Finanzen geht, ist die Lage oft kompliziert. Peter Pfitzenreiter, Vorsitzender der Gruppe der Konservativen Mitte im Kreistag Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, beschreibt sie in einem aktuellen Videobeitrag mit einem einfachen Bild: ein kräftiges Tauziehen. Genau dieses Bild steht für die Situation vieler Landkreise, Städte und Gemeinden. Von Bund und Land werden immer mehr Aufgaben übertragen, ohne dass diese ausreichend finanziert werden. Am Ende geraten die Kommunen unter Druck.

Aufgaben werden übertragen, aber nicht ausreichend finanziert

Das Grundproblem ist aus Sicht der Konservativen Mitte seit Jahren erkennbar. Bund und Land beschließen Leistungen, Standards und Aufgaben, die vor Ort umgesetzt werden müssen. Die finanziellen Mittel dafür reichen jedoch häufig nicht aus. Der Landkreis wiederum steht vor steigenden Ausgaben und versucht, seine Finanzierungslücken über die Kreisumlage zu schließen. Diese Kreisumlage wird von den Städten und Gemeinden gezahlt.

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Peter Pfitzenreiter ist Vorsitzender der Konservativen Mitte

Peter Pfitzenreiter fasst das im Video so zusammen: „Das Problem ist ganz einfach, dass von Bund und Land Aufgaben übertragen werden, die nicht bezahlt werden. Und der Landkreis letztlich in seiner Verzweiflung die Kreisumlage so erhöht, dass Städte und Gemeinden sehr, sehr stark belastet werden.“

Genau gegen diese Entwicklung hatte die Gruppe der Konservativen Mitte im Kreistag bereits im Rahmen der Haushaltsberatungen deutliche Kritik geäußert (Bericht von November 2025). Die Erhöhung der Kreisumlage wurde aus Sicht der Gruppe nicht nur politisch falsch gesetzt, sondern auch rechtlich kritisch bewertet.

Kritik am Haushaltsbeschluss und an der Informationslage

Bei der Beschlussfassung zum Haushalt des Landkreises wurde für das Jahr 2026 die Kreisumlage erhöht. Die Konservative Mitte hatte dagegen gestimmt und anschließend rechtliche Schritte geprüft. Aus Sicht der Gruppe bestand ein wesentliches Problem darin, dass den Kreisräten nicht ausreichend Informationen zur Verfügung standen, um die finanzielle Leistungsfähigkeit der kreisangehörigen Städte und Gemeinden wirklich beurteilen zu können.

Die Frage war dabei nicht nur politischer Natur. Es ging um den rechtlichen Anspruch der Kommunen auf eine finanzielle Mindestausstattung. Städte und Gemeinden müssen trotz Kreisumlage in der Lage bleiben, ihre eigenen Aufgaben zu erfüllen. Um das beurteilen zu können, brauchen Kreisräte belastbare und nachvollziehbare Informationen.

Peter Pfitzenreiter erklärt dazu: „Wir haben weiterhin die Auffassung vertreten, dass die Kreisräte nicht über ausreichend Informationen verfügt haben, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.“

Die Konservative Mitte wandte sich deshalb an die Rechtsaufsicht. Die Landesdirektion Sachsen kam zwar zu dem Ergebnis, dass der Beschluss zunächst formal wirksam zustande gekommen sei. Die inhaltliche Kritik an der Informationslage blieb aus Sicht der Konservativen Mitte jedoch bestehen und wurde zudem durch die Landesdirektion nicht ausreichend erörtert.

Außergerichtliche Verständigung mit dem Landratsamt

Nach weiterem Austausch mit dem Landratsamt konnte nun eine außergerichtliche Verständigung erreicht werden. Der Landrat teilte mit, dass die Verwaltung künftig umfangreicher über die Ergebnisse aus der Ermittlung der Leistungsfähigkeit der Kommunen informieren wird. Insbesondere sollen die Beratungsunterlagen der Kreisräte vor künftigen Haushaltsbeschlüssen erweitert werden, um dem Informationsbedürfnis besser gerecht zu werden. Die Auffassung der Kreistagsgruppe wurde in einem abschließenden Schreiben noch einmal zusammengefasst.

Damit wurde ein wichtiger Punkt erreicht: Für kommende Haushaltsberatungen soll transparenter dargestellt werden, welche Auswirkungen der Kreishaushalt und insbesondere die Kreisumlage auf die Städte und Gemeinden haben.

Peter Pfitzenreiter bewertet diesen Schritt im Video als Ergebnis eines beharrlichen Einsatzes: „Wir haben uns jetzt am Ende außergerichtlich und ohne großen Rechtsstreit mit dem Landratsamt darauf verständigt, insbesondere für die Zukunft, dass ganz transparent den Kreisräten und am Ende auch der Bevölkerung dargelegt wird, welche Auswirkungen das auf Kommunen hat.“

Aus Sicht der Konservativen Mitte ist damit nicht nachträglich jede Kritik am Haushaltsverfahren erledigt. Vielmehr bleibt die Einschätzung bestehen, dass die Unterlagen zum Haushalt 2026 nicht ausreichend waren. Entscheidend ist nun, dass die angekündigte Verbesserung tatsächlich umgesetzt wird.

Kommunen am Limit

Die Debatte um die Kreisumlage ist kein isolierter Streit über einzelne Prozentpunkte. Sie steht für eine wesentlich größere Entwicklung. Viele Städte und Gemeinden geraten zunehmend unter Druck. Steigende Pflichtaufgaben, höhere Kosten, eine angespannte wirtschaftliche Lage und strukturelle Finanzierungsprobleme treffen die kommunale Ebene besonders hart.

Peter Pfitzenreiter macht deutlich: „Die Kommunen sind am Limit. Rekorddefizite, Wirtschaftskrise und vieles mehr belasten die Kommunen.“

Gerade deshalb darf die Lösung nicht darin bestehen, die Belastungen innerhalb der kommunalen Familie immer weiter hin und her zu schieben. Wenn Landkreise ihre Defizite über höhere Umlagen bei Städten und Gemeinden ausgleichen, wird das Problem nicht gelöst. Es wird lediglich auf eine andere kommunale Ebene verlagert. Am Ende fehlt das Geld dann dort, wo Bürger die Folgen am unmittelbarsten spüren: bei kommunaler Infrastruktur, freiwilligen Leistungen, Vereinen, Kultur, Sport, Schulen, Kitas und Investitionen vor Ort.

Ursachen statt kommunales Tauziehen

Für die Konservative Mitte ist klar: Die Ursachen der kommunalen Finanzkrise liegen nicht in erster Linie bei den Städten, Gemeinden oder Landkreisen. Sie liegen vor allem darin, dass Aufgaben von Bund und Land nicht ausreichend finanziert werden. Genau dort müssen Lösungen ansetzen.

Peter Pfitzenreiter betont: „Wir sollten an den Ursachen arbeiten und uns auf kommunaler Ebene nicht diesem Tauziehen widmen.“

Diese Haltung bleibt auch nach der außergerichtlichen Verständigung bestehen. Die Konservative Mitte sieht es als Erfolg, dass künftig mehr Transparenz in den Haushaltsberatungen zugesagt wurde. Gleichzeitig bleibt die Erwartung klar: Die angekündigten Verbesserungen müssen beim nächsten Haushalt tatsächlich sichtbar werden. Kreisräte und Öffentlichkeit müssen rechtzeitig erkennen können, welche finanziellen Folgen die Kreisumlage für die einzelnen Kommunen hat.

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Konservative Mitte lädt zum Infostand „Windkraft“ auf dem Neumarkt Freital ein

Am Samstag, dem 27. Juni 2026, lädt die Konservative Mitte alle Interessierten zum Infostand auf den Neumarkt in Freital ein. Parallel zum Wochenmarkt stehen Vertreter der Wählervereinigung dort von 9 bis 12 Uhr für Gespräche, Fragen und Informationen rund um das Thema Windkraft und Regionalplan zur Verfügung.

Im Mittelpunkt steht die Möglichkeit, direkt vor Ort eine vorbereitete Stellungnahme zum Regionalplan Windkraft zu unterstützen. Die Stellungnahme wurde in den vergangenen Wochen fachlich vorbereitet und bündelt zentrale Argumente gegen eine weitere Belastung unserer Region durch neue Windvorranggebiete. Wer die Stellungnahme unterstützen möchte, kann am Stand einfach Name und Anschrift eintragen, unterschreiben – fertig.

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Henryk Eismann, Vorstandsmitglied der Konservativen Mitte

Henryk Eismann, Vorstandsmitglied der Konservativen Mitte, erklärt dazu in einer Videobotschaft: „Viele hören ja immer nur von diesem Thema, aber kaum einer hat wirklich Zeit, sich intensiv damit zu befassen. Die Konservative Mitte hat das für Sie getan.“

Die öffentliche Beteiligung am Regionalplan ist eine wichtige Möglichkeit, eigene Einwendungen vorzubringen. Entscheidend ist dabei, dass Stellungnahmen nicht nur allgemein ablehnend formuliert sind, sondern nachvollziehbare und sachliche Argumente enthalten. Genau hier setzt die vorbereitete Stellungnahme der Konservativen Mitte an. „Wir haben ein Papier zusammengestellt, das fundiert Argumente vorbringt, um den Windkraftausbau in unserer Region zu stoppen“, so Henryk Eismann.

Neben der Stellungnahme zum Regionalplan können Bürger am Stand auch den Volksantrag „Stopp mal Windkraft“ unterstützen. Der Volksantrag fordert unter anderem einen befristeten Ausbaustopp für Windparks bis Ende 2027, die Aussetzung neuer Genehmigungen für Windparks und mehr kommunale Planungshoheit. Nach Angaben der Initiative kann ein Volksantrag mit mindestens 40.000 gültigen Unterschriften einen Gesetzentwurf in den Sächsischen Landtag einbringen; unterschrieben werden kann nicht online, sondern nur persönlich auf einem Unterschriftenbogen.

Henryk Eismann ruft deshalb zur Beteiligung auf: „Parallel dazu können Sie auch den Volksantrag ‚Stopp mal Windkraft‘ mitzeichnen. Das ist ebenfalls an unserem Stand möglich. Damit können Sie ein Zeichen setzen gegen den weiteren Ausbau der Windkraft in unserer Region.“

Die Konservative Mitte möchte mit dem Infostand informieren, Beteiligung erleichtern und deutlich machen: Wer seine Heimat, Natur, Wohnumfeld und kommunale Selbstbestimmung schützen will, sollte die bestehenden Beteiligungsmöglichkeiten nutzen.

„Jede Stimme ist wichtig“, betont Eismann.

Infostand Windkraft der Konservativen Mitte
Wann: Freitag, 27. Juni, 9 bis 12 Uhr
Wo: Neumarkt Freital, parallel zum Wochenmarkt
Thema: Regionalplan Windkraft, Stellungnahme unterzeichnen, Volksantrag „Stopp mal Windkraft“ unterstützen

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Mitspieler gesucht: Konservative Mitte beim Integrationsfußballturnier des SC Freital

Am Sonntag, dem 28. Juni 2026, veranstaltet der SC Freital sein mittlerweile Integrationsfußballturnier. Unter dem Motto „Integration durch Sport“ kommen Mannschaften aus Freital und Umgebung zusammen, um gemeinsam Fußball zu spielen, Begegnung zu schaffen und ein Zeichen für Zusammenhalt zu setzen.

Organisiert wird das Turnier von Candido Mahoche. Er stammt aus Mosambik, lebt seit über 30 Jahren in Freital und ist hier längst zu Hause. Candido war Braumeister, ist verheiratet, hat seine Familie in Deutschland und hat selbst viele Jahre aktiv Fußball gespielt. Heute engagiert er sich als Fußballtrainer und Integrationsbeauftragter des SC Freital.

Auch die Konservative Mitte möchte mit einer eigenen Mannschaft teilnehmen. Dafür werden noch Mitspieler gesucht.

Wer Freude am Fußball hat und gemeinsam mit uns bei diesem Turnier antreten möchte, ist herzlich eingeladen, sich zu melden. Im Mittelpunkt stehen nicht nur Tore und Ergebnisse, sondern vor allem Fairplay, Teamgeist und das gemeinsame Miteinander.

Aktuell sind bereits acht Mannschaften angemeldet, zwei Plätze sind noch frei. Interessierte Spieler können sich direkt bei Candido Mahoche oder über die Konservative Mitte melden.

Sport frei!

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Deutliche Mehrheit im Kreistag: Landkreis informiert Grundstückseigentümer über Windkraft

Der Kreistag Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat sich mit großer Mehrheit gegen pauschale Flächenziele für Windkraft ausgesprochen und Bund sowie Land zu gesetzlichen Änderungen aufgefordert. Gleichzeitig wurde ein Änderungsantrag der Konservativen Mitte beschlossen, der eine bessere Information von Grundstückseigentümern in Windvorranggebieten vorsieht. Peter Pfitzenreiter sieht darin ein wichtiges Signal für mehr Transparenz, Bürgerbeteiligung und den Schutz von Eigentumsrechten.

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Genehmigung für Ausreisen wehrpflichtiger Männer: Trügerische Sicherheit durch Erlass des Bundesverteidigungsministers

Die Bundeswehr hat auf einen Antrag zum Auslandsaufenthalt geantwortet. Die formale Botschaft lautet: Gegenwärtig braucht es keine individuelle Genehmigung. Wer jetzt aufatmet, übersieht jedoch den entscheidenden Punkt. Denn nicht das Gesetz wurde zurückgenommen, sondern nur seine Anwendung vorläufig entschärft. Genau darin liegt die eigentliche Brisanz. Peter Pfitzenreiter bringt den Vorgang in einem Videobeitrag auf den Punkt: „Ich habe eine Antwort von der Bundeswehr bekommen, denn ich habe beantragt, einen Auslandsaufenthalt genehmigen zu lassen.“ (Artikel zum gestellten Antrag) Und weiter: „Die Antwort lautet, dass ich also theoretisch ins Ausland gehen könnte, was ich natürlich eigentlich gar nicht will.“ Das klingt zunächst nach Entwarnung. Tatsächlich wurde am 16. April 2026 im Bundesanzeiger eine Allgemeinverfügung des Bundesministeriums der Verteidigung veröffentlicht. Darin heißt es unmissverständlich, dass die betroffenen Männer „allgemein von dieser Genehmigungspflicht ausgenommen“ sind und es „einer vorherigen Antragstellung oder individuellen Genehmigung“ derzeit nicht bedarf.

Kein Sieg der Freiheit
Genehmigung für Ausreisen wehrpflichtiger Männer: Trügerische Sicherheit durch Erlass des Bundesverteidigungsministers
Peter Pfitzenreiter ist Vorsitzender der Konservativen Mitte

Wer daraus nun schließt, das Problem sei gelöst, macht es sich zu einfach. Denn die Regelung im Gesetz ist nicht verschwunden, denn sie steht weiter im Wehrpflichtgesetz. Ausgesetzt wurde nur ihre konkrete Durchsetzung durch eine ministerielle Ausnahme. Genau deshalb nennt Pfitzenreiter die Maßnahme eine „Beruhigungspille“. Dieser Begriff trifft den Kern. Denn beruhigt werden soll offenbar die öffentliche Debatte, nicht die Rechtslage selbst. Die veröffentlichte Verfügung stützt sich auf § 3 Abs. 2 Satz 5 Wehrpflichtgesetz. Genau dort ist geregelt, dass das Bundesministerium der Verteidigung Ausnahmen von der Genehmigungspflicht zulassen kann. Das bedeutet im Klartext: Die Pflicht bleibt als gesetzliche Möglichkeit bestehen, nur ihre Anwendung ist vorläufig ausgesetzt.

Der Bundestag hat geliefert – der Minister kann schalten

Die eigentliche politische Sprengkraft liegt deshalb an anderer Stelle. Pfitzenreiter formuliert sie klar: „Denn der Bundesverteidigungsminister kann jederzeit genau diesen Erlass wieder rückgängig machen.“ Und weiter: „Es braucht dazu keine Entscheidung mehr des Bundestages, denn der Bundestag hat ja entschieden. Im Gesetz steht nach wie vor diese Regelung drin.“ Genau das ist der Punkt, der nicht kleingeredet werden darf. Wenn ein Parlament eine freiheitsbeschränkende Regelung ins Gesetz schreibt und ein Minister sie anschließend bloß per Ausnahme vorläufig entschärft, dann ist die Freiheit nicht gesichert. Sie steht unter Vorbehalt und gilt nur so lange, wie der politische Wille dazu vorhanden ist. Mit anderen Worten: Nicht der Bürger hat eine feste Rechtsposition. Sondern das Ministerium hat ein Schalterrecht.

Heute ausgesetzt, morgen wieder da

Der Vorgang zeigt, wie fragil Freiheitsrechte werden, wenn ihr praktischer Bestand nicht am Gesetz selbst hängt, sondern an einer jederzeit änderbaren Verwaltungslage. Pfitzenreiter sagt dazu: „Von heute auf morgen kann sich also plötzlich wieder alles ändern.“ Das ist keine Übertreibung, sondern die nüchterne Folge der Konstruktion. Die Ausnahme wurde nicht als dauerhafte Korrektur des Gesetzes geschaffen, sondern als ministerielle Reaktion auf die aktuelle öffentliche Erregung. Schon der Wortlaut der Begründung macht deutlich, dass das Verteidigungsministerium lediglich von den „gegenwärtigen Rahmenbedingungen“ ausgeht und „unnötigen Verwaltungsaufwand“ vermeiden will. Das ist keine Rücknahme im Grundsatz. Das ist eine vorläufige Entschärfung.

Das eigentliche Problem war also von Anfang an real

Wer nun so tut, als sei die frühere Kritik überzogen gewesen, liegt falsch. Die Veröffentlichung im Bundesanzeiger bestätigt im Gegenteil, dass die beanstandete Regelung real war. Wäre sie nur ein Missverständnis gewesen, hätte es keine Allgemeinverfügung gebraucht, die ausdrücklich von einer bestehenden Genehmigungspflicht ausnimmt. Gerade diese Veröffentlichung entlarvt deshalb die vorherige Beschwichtigung. Denn sie belegt schwarz auf weiß: Die Pflicht stand im Gesetz. Sie galt. Und sie musste per ministerieller Ausnahme wieder neutralisiert werden.

Entwarnung wäre erst nach einer Gesetzesänderung ehrlich

Deshalb greift auch jede politische Entwarnung zu kurz. Solange die Genehmigungspflicht im Gesetz bleibt, bleibt auch die Möglichkeit ihrer Reaktivierung. Erst eine gesetzliche Korrektur würde den Bürgern wirklich die Sicherheit geben, dass ihre Bewegungsfreiheit nicht morgen wieder von einem Antrag beim Karrierecenter abhängt. Pfitzenreiters Fazit ist deshalb folgerichtig: „Es ist also kein Grund zur Entspannung und zur Entwarnung.“ Genau so ist es. Nicht die aktuelle Aussetzung ist die entscheidende Nachricht. Die entscheidende Nachricht ist, dass der Staat sich dieses Instrument geschaffen hat und daran weiterhin festgehalten werden soll.

Worum es jetzt politisch geht

Die eigentliche Frage lautet: Warum wurde eine solche Regelung überhaupt wieder in das Gesetz aufgenommen? Und warum soll die Freiheit der Bürger künftig von einer ministeriellen Ausnahme statt von einer klaren gesetzlichen Grenze abhängen? Solange darauf keine überzeugende Antwort gegeben wird, bleibt der Fall ein Warnsignal. Nicht weil heute akut jeder Auslandsaufenthalt blockiert würde. Sondern weil sichtbar geworden ist, wie schnell weitreichende Eingriffe gesetzlich vorbereitet und anschließend nur provisorisch überdeckt werden können.

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Windpark Grumbach: Über 70 Prozent der Eigentümer lehnen Windräder ab

Windpark Grumbach: Über 70 Prozent der Eigentümer lehnen Windräder ab
Philipp Baumgart mit seinen Mitstreitern der Bürgerinitiative informiert zum Windpark Grumbach: Über 70 Prozent der Eigentümer lehnen Windräder ab

Was in Somsdorf gelungen ist, zieht nun weitere Kreise. Auch in Grumbach, einem Ortsteil von Wilsdruff, haben Bürger und Grundstückseigentümer gehandelt. In einer aktuellen Videobotschaft schildert Philipp Baumgart, wie sich vor Ort Widerstand gegen die Windparkpläne organisiert hat und warum die Aktion ausdrücklich dem Vorbild aus Freital folgt. Baumgart sagt: „Wir sind heute hier am Fuße des schönsten Waldes Sachsens, dem Tharandter Wald. Wir befinden uns zwischen Grumbach und Herzogswalde. Hier soll den Planern nach ein Windpark mit 13 Windrädern entstehen und diesen gilt es zu verhindern.“ Auch in Grumbach geht es längst nicht mehr um abstrakte Planungen auf dem Papier, sondern um einen massiven Eingriff in Landschaft, Lebensumfeld und Heimat.

Nach Somsdorf nun auch Grumbach: Bürgerinitiative motiviert Eigentümer zum Handeln

Besonders bemerkenswert ist, dass die Bürgerinitiative in Grumbach genau dort angesetzt hat, wo auch die Konservative Mitte in Somsdorf (Artikel: Konservative Mitte organisiert Eigentümer-Nein zu Windrädern in Freital-Somsdorf) und später in Borlas (Artikel: Borlas zieht nach: Einwohner sammeln weitere Unterschriften gegen Windräder) erfolgreich war: bei den Grundstückseigentümern. Philipp Baumgart verweist im Video ausdrücklich auf dieses Vorbild:„Deshalb sind wir als Bürgerinitiative Grumbach angetreten, schon vor dreieinhalb Jahren, und haben jetzt dem Vorbild Somsdorf-Borlas folgend eine Unterschriftenaktion unter den Grundstückseigentümern vorangetrieben.“

Das Ergebnis ist deutlich. Baumgart berichtet: „… was dazu geführt hat, dass in diesen nun bekannten Vorranggebieten über 70 Prozent der Grundstückseigentümer sich ablehnend gegen jeglichen Windradausbau gezeigt haben. Das heißt, über 70 Prozent der Eigentümer sind unterschriftsmäßig dokumentiert gegen diesen Windpark.“ Damit zeigt sich erneut: Wenn Eigentümer zusammenstehen, können sie vor Ort sehr wohl Einfluss nehmen. Genau darin liegt auch die politische Bedeutung der Aktion. Die Konservative Mitte hat in Somsdorf gezeigt, dass einfache, klare und rechtlich saubere Schritte Wirkung entfalten können. Nun wird dieser Weg in Grumbach fortgesetzt.

Nicht nur Eigentümer, auch die Bürger sagen klar Nein

Die Unterschriftenaktion steht nicht isoliert da. Sie wird durch eine repräsentative Bürgerumfrage der Stadt Wilsdruff gestützt. Nach der am 5. Februar 2026 veröffentlichten Auswertung nahmen 1.718 von 2.979 angeschriebenen Bürgerinnen und Bürgern an der Umfrage teil; stadtweit lehnten 73,05 Prozent den Ausbau von Windkraftanlagen im Gebiet der Stadt Wilsdruff ab. Für Grumbach selbst weist die Vorlage 229 Rückmeldungen bei einer Beteiligung von 75 Prozent aus; davon sprachen sich 76 Prozent gegen den Ausbau aus.

Philipp Baumgart fasst diese Stimmung im Video so zusammen: „… was auch unsere Bürgerumfrage aus dem Frühjahr 2026 unterstützt, welche gezeigt hat, als repräsentative Umfrage in allen Wilsdruffer Ortsteilen, dass 73 Prozent der Einwohner gegen die Errichtung jeglicher Windkraftanlagen in und um Grumbach in unseren Vorranggebieten hier sind.“ Es handelt sich nicht um den Widerstand einiger weniger, sondern um ein breit getragenes Meinungsbild. Dennoch wird politisch und wirtschaftlich der Windkraftausbau immer weiter vorangetrieben.

Mehrere Investoren, mehrere Szenarien, aber immer dieselbe Richtung

Hinzu kommt, dass in Grumbach nicht nur ein einzelner Projektierer aktiv ist. Nach Angaben der Bürgerinitiative waren bzw. sind dort inzwischen sieben Investoren unterwegs. Auf der Internetseite der Initiative werden mehrere konkurrierende Ausbauvarianten dokumentiert; die dort veröffentlichte Übersicht zeigt unter anderem Szenarien mit 7, 12 oder 13 Windenergieanlagen durch verschiedene Unternehmen. Für einen frühen Entwurf der SachsenEnergie AG nennt die Bürgerinitiative sogar eine Gesamthöhe von 285 Metern.

Wie gewaltig diese Dimension wäre, zeigt ein von der Initiative veröffentlichter Größenvergleich: Anlagen bis 285 Meter würden selbst den Dresdner Fernsehturm mit 252 Metern überragen. Gerade dadurch wird verständlich, warum das Thema die Menschen vor Ort so stark bewegt. Es geht eben nicht um ein paar kleine Anlagen irgendwo am Horizont, sondern um Bauwerke, die das Landschaftsbild über Jahrzehnte prägen würden.

Sachargumente gegen den Ausbau gibt es genug

Der Widerstand in Grumbach speist sich aber nicht nur aus dem Wunsch, Heimat und Landschaft zu bewahren. Die Bürgerinitiative verweist auch auf eine Reihe von Sachargumenten, die in der öffentlichen Debatte häufig zu kurz kommen. So hebt die Initiative auf ihrer Internetseite hervor, dass laut Bundesnetzagentur im Jahr 2024 rund 8 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Onshore- und Offshore-Windkraft wegen Netzengpässen und fehlender Speicher nicht genutzt werden konnten. Zugleich seien dafür 554 Millionen Euro Entschädigungsleistungen aus Steuergeldern gezahlt worden.

Auch beim Rohstoffbedarf macht die Bürgerinitiative auf erhebliche Größenordnungen aufmerksam. Auf ihrer Internetseite heißt es, zur Bereitstellung von 1 MW elektrischer Energie mittels Windkraftanlagen würden im Vergleich zu modernen Kohle- und Gaskraftwerken oft deutlich höhere zusätzliche Rohstoffmengen benötigt; allein für das Fundament einer Windkraftanlage seien knapp 1.750 Tonnen mineralische Rohstoffe erforderlich. Damit wird ein Punkt sichtbar, der in der politischen Schönfärberei oft verloren geht: Windkraft ist nicht einfach nur „sauber“, sondern mit massiven Eingriffen, enormem Materialeinsatz und erheblichen Folgekosten verbunden.

Gemeinsam mit der Konservativen Mitte und anderen Bürgerinitiativen

Philipp Baumgart macht im Video auch deutlich, dass Grumbach nicht allein steht. Er sagt: „Wir freuen uns sehr, dass wir das gemeinsam mit der Konservativen Mitte aus Freital gemeinsam bewerkstelligen, zusammen mit vielen anderen Bürgerinitiativen in der Umgebung.“ Genau darin liegt eine wichtige Entwicklung: Der Widerstand gegen überdimensionierte Windkraftprojekte wächst nicht mehr nur punktuell, sondern vernetzt sich. Somsdorf, Borlas und nun Grumbach zeigen, dass Bürgerinitiativen voneinander lernen und erfolgreiche Wege übernehmen können.

Jetzt zählt die persönliche Stellungnahme

Neben der Unterschriftenaktion ruft die Bürgerinitiative aktuell auch zur Beteiligung am Verfahren des Regionalen Planungsverbandes auf. Philipp Baumgart appelliert: „… und würden Sie bei gegebenem Anlass gern dazu aufrufen, jetzt aktuell bis Anfang Juli ihre persönliche Stellungnahme abzugeben, nach Radebeul zu senden zum Regionalen Planungsverband und diesem Windkraftwahnsinn ein für alle Mal einen Riegel vorzuschieben.“

Tatsächlich läuft die öffentliche Beteiligung zum Entwurf des Sachlichen Teilregionalplans Energieversorgung / Windenergienutzung vom 7. Mai bis einschließlich 6. Juli 2026. Stellungnahmen können über das Beteiligungsportal des Freistaates Sachsen eingereicht werden; darauf weist sowohl der Regionale Planungsverband als auch die Grumbacher Bürgerinitiative hin. Zusätzlich finden öffentliche Anhörungsveranstaltungen unter anderem in Meißen, Dippoldiswalde, Dresden und online statt. Gerade jetzt kommt es also darauf an, dass Bürger nicht schweigen, sondern ihre Einwendungen auch tatsächlich geltend machen.

Mehr Informationen auf der Internetseite der Bürgerinitiative

Wer sich vertiefend informieren möchte, findet auf der Internetseite der Bürgerinitiative zahlreiche Unterlagen, Vergleichsgrafiken, Termine und Hintergrundinformationen zum geplanten Windpark Grumbach – von der Investorenübersicht über Größenvergleiche bis hin zu Rohstoffbedarf, Schall, Schattenwurf und Regionalplanung. Grumbach zeigt damit eindrucksvoll: Was in Somsdorf begonnen hat, ist längst zu einer Bewegung geworden. Wenn Eigentümer, Bürgerinitiativen und engagierte Bürger zusammenstehen, dann kann aus berechtigter Sorge konkrete politische Wirkung entstehen

Youtube-Video: Windpark Grumbach: Über 70 Prozent der Eigentümer lehnen Windräder ab

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Candido Mahoche sammelt Spenden mit Negerküssen

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Beim Politischen Aschermittwoch der Konservativen Mitte hat Candido Mahoche, Vereinsmitglied und zugleich Stadtrat, eine originelle Aktion mit ernstem Hintergrund verbunden: In augenzwinkernder Anspielung auf Negerküsse, die heute meist als „Schaumküsse“ bezeichnet werden, verteilte er die Süßigkeit an Besucher und bat dabei um freiwillige Spenden für den Sonnenstrahl e. V. So wurde aus einer humorvollen Aktion ein konkreter Beitrag für einen guten Zweck. Die gesammelten Spenden kamen dem Sonnenstrahl e. V. zugute, der Familien mit krebskranken Kindern und Jugendlichen begleitet. In dieser Woche hat Candido Mahoche diese Spenden Falk Noack, Geschäftsführer des Vereins, übergeben.

Humor mit einem Statement

Candido Mahoche bewies mit der Aktion Humor und zeigte selbst einen entspannten Umgang mit diesem Begriff. Gerade in einer Zeit, in der vieles sofort skandalisiert werde, wollte er ein Zeichen dafür setzen, dass man mit Augenmaß, Selbstironie und gesundem Menschenverstand aufgeregte Reflexe durchbrechen kann. Dazu sagt Candido Mahoche: „Ich kann über diese Aktion zum politischen Aschermittwoch selbst lachen. Wer mich kennt, weiß: Ich brauche keine sprachpolizeiliche Belehrung, sondern traue den Menschen zu, Humor, traditionelle Bezeichnungen und böse Absicht voneinander zu unterscheiden.“ Mahoche, der sich seit Jahren engagiert, seit vielen Jahren in Deutschland lebt, Braumeister gewesen ist und Fußballtrainer ist, hat bereits mehrfach den Sonnenstrahl e. V. unterstützt. Er verbindet diese Aktion bewusst mit einem sozialen Anliegen.

Spendenübergabe an Falk Noack
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Candido Mahoche, Stadtrat und Mitglied der Konservativen Mitte

Da Candido Mahoche selbst auf medizinische Hilfe angewiesen ist und sich in Dialysebehandlung befindet, überreichte er die Spenden an Falk Noack, den Geschäftsführer des Sonnenstrahl e. V. Damit kam die Aktion dort an, wo Hilfe unmittelbar benötigt wird: bei einem Verein, der betroffene Familien in jeder Phase der Erkrankung begleitet. Candido Mahoche ordnet es folgendermaßen ein: „Mir war wichtig, dass aus einem politischen Gag nicht nur ein Lacher wird, sondern etwas, das anderen konkret hilft. Mit einer kleinen Aktion habe ich Aufmerksamkeit für eine tolle Sache geweckt.“

Gegen Cancel Culture – für Gelassenheit

Für Mahoche war die Aktion auch eine bewusste Antwort auf einen Zeitgeist, der oft auf Empörung setzt. Dass er als farbiger Mensch selbst mit dieser Pointe spielt, gibt dem Ganzen eine zusätzliche Ebene: nicht Provokation um der Provokation willen, sondern ein Plädoyer für Gelassenheit, Freiheit und Selbstbestimmung. Dazu Mahoche: „Ich lasse mir von einer zunehmend überdrehten Cancel Culture nicht vorschreiben, worüber ich als schwarzer Mann lachen darf und worüber nicht. Humor kann entkrampfen – und in diesem Fall hat er sogar noch geholfen, Spenden für einen guten Zweck zu sammeln.“

Politik nah an den Menschen

Gerade solche Aktionen zeigen, was kommunale Politik ausmachen kann: Nähe zu den Bürgern, Bodenhaftung und der Blick dafür, dass gesellschaftliches Engagement nicht nur aus Reden, sondern aus Taten besteht. Candido Mahoche steht seit Jahren für genau diese Mischung aus persönlicher Lebenserfahrung, ehrenamtlichem Einsatz und klarer Position. Mit seiner Spendenaktion zum Politischen Aschermittwoch hat er nun erneut deutlich gemacht: Man kann klare Kante zeigen, Humor beweisen und zugleich ganz praktisch helfen.

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