
Viele Menschen gehen davon aus, dass Freiheit in Deutschland selbstverständlich ist – gerade in vermeintlichen Friedenszeiten. Umso größer ist die Irritation über eine Regelung im Wehrpflichtgesetz, nach der Männer zwischen 17 und 45 Jahren längere Auslandsaufenthalte grundsätzlich vom zuständigen Karrierecenter der Bundeswehr genehmigen lassen müssen. Der Gesetzeswortlaut zeigt: das politisches Denken hat sich inzwischen Zustand des Friedens entfernt. In einem aktuellen Video der Konservativen Mitte spricht Peter Pfitzenreiter – Vorsitzender des Vereins und Vater von zwei Kindern – offen aus, was viele Bürger empfinden: „Alle, die bis jetzt geglaubt haben, dass das Thema Krieg ganz weit weg bei uns in Deutschland ist, müssen eines Besseren belehrt sein.“ Gerade diese Perspektive macht deutlich, worum es hier geht: nicht um abstrakte Politik, sondern um die Lebensrealität von Familien in unserem Land.
Inhaltsverzeichnis
Eine Regelung mit weitreichender Wirkung
Seit dem 1. Januar 2026 gilt nach dem Wehrdienst-Modernisierungsgesetz: Männer ab Vollendung des 17. Lebensjahres bis zum Alter von 45 Jahren sollen längere Auslandsaufenthalte von mehr als drei Monaten genehmigen lassen. Betroffen sind damit nicht nur Soldaten, sondern ganz normale Bürger: Studenten, Auszubildende, Berufstätige, junge Familienväter. Wer ein Auslandssemester plant, beruflich mehrere Monate ins Ausland muss oder Verwandte außerhalb Deutschlands besucht, fragt sich plötzlich: Steht meine Freiheit künftig auf dem Spiel? Gerade für Eltern stellt sich dabei eine noch grundsätzlichere Frage: In welchem Land werden unsere Kinder aufwachsen?
Frieden muss der Maßstab bleiben

Für die Konservative Mitte hat Uwe Rumberg die Haltung zuletzt klar formuliert: „Es gibt keinen guten Krieg und es gibt auch keinen schlechten Frieden. Es gibt entweder Krieg oder Frieden – und wir sollten uns immer und immer wieder für Frieden entscheiden.“ In dem Video bringt Peter Pfitzenreiter die Sorge vieler Menschen auf den Punkt: „Wir leben in einer verrückten Welt, wo das Thema Krieg immer mehr Realität annimmt.“ Diese Sorge richtet sich nicht nur gegen ein einzelnes Gesetz, sondern gegen eine politische Entwicklung insgesamt.
Freiheit darf nicht scheibchenweise eingeschränkt werden
Es beginnt selten mit dem großen Einschnitt. Es beginnt mit scheinbar kleinen Regelungen, die „keine praktische Bedeutung“ haben sollen. Auch wenn der Bundesverteidigungsminister Pistorius zu beschwichtigen versucht, dass kein Antrag nötig sei und die Ausreise keiner Genehmigung bedarf, regelt das Gesetz den Weg klar und deutlich anders. Genau hier ist Wachsamkeit gefragt. Ein freiheitlicher Staat lebt davon, dass Freiheit der Ausgangspunkt ist – nicht die Ausnahme.
Ein Antrag als stiller Protest

Anfang einer bedrohlichen Entwicklung
Die Reaktion der Bundeswehr wird zudem zeigen, wie Ernst die Lage tatsächlich ist. Dazu Peter Pfitzenreiter abschließend: „Wenn immer die Rede davon ist, dass wir uns in Deutschland in einer Friedenszeit befinden, wäre eine solche Änderung im Wehrpflichtgesetz nicht nötig gewesen. Wir scheinen uns am Anfang einer bedrohlichen Entwicklung zu befinden!“
Youtube-Video
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
