Konservative Mitte kritisiert Berichterstattung zur Stadtratserklärung

Konservative Mitte kritisiert Berichterstattung zur Stadtratserklärung

Zur Stadtratssitzung am 10. Februar 2022 haben die Stadträte mit deutlicher Mehrheit eine Erklärung verabschiedet, die im Ältestenrat zwischen Fraktionsvorsitzenden und dem Oberbürgermeister Uwe Rumberg abgestimmt wurde.

Angesichts der aufgeheizten Situation aufgrund der aktuellen Coronamaßnahmen, der anhaltenden Proteste und des zunehmend raueren Umgangs miteinander sollte diese Erklärung Zeichen setzen. So distanzieren sich die Stadträte fraktionsübergreifend von jeglichem Extremismus und Gewalt. Sie fordern dazu auf, respektvoll miteinander umzugehen, aber auch andere Meinungen und jede friedliche Art des Protests zu akzeptieren. (vollständiger Text der Erklärung)

Mit der Überschrift „Freitals Stadträte wehren sich gegen Radikale“ berichtete die Sächsische Zeitung am 12. Februar 2022 in der Onlineausgabe und am 15. Februar 2022 in der gedruckten Ausgabe über die Erklärung (zum Artikel). Diese Berichterstattung kritisieren nun Stadträte der Fraktion Freitals Konservative Mitte.

Uwe Jonas kritisiert als Vorsitzender der Konservativen Mitte Berichterstattung zur StadtratserklärungUwe Jonas, Vorsitzender der Stadtratsfraktion Freitals Konservative Mitte: „Die Sächsische Zeitung berichtet davon, dass sich der Stadtrat gegen ‚rechte Hetze‘ positioniert. Dabei taucht keines der beiden Wörter in der Erklärung auf. Es wurde auch kein Bezug zu ganz konkreten Facebook-Posts oder bestimmten Personen hergestellt. Stattdessen war es uns wichtig, ganz allgemein eine deutliche Position für einen respektvollen Umgang und gegen jegliche Form von Extremismus zu beziehen.“

Frank Gliemann, der noch vor dem Beitritt zu Freitals Konservative Mitte als Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler die Erklärung unterzeichnete, nahm in dieser Funktion auch am aktuellen Bürgerdialog des Oberbürgermeisters Uwe Rumberg teil: „Die Teilnehmer am Bürgerdialog haben immer wieder die Rolle der Medien angesprochen. Deshalb kann ich nicht nachvollziehen, dass die Sächsische Zeitung sachliche Berichterstattung mit Interpretation vermengt. So entsteht dem Leser kein objektives Bild und es wird die eigene Meinungsbildung erschwert. Mit den subjektiven Meinungen der Redaktion entstanden Anschuldigungen und Vorwürfe, die die Erklärung erheblich abwerten. Ich hoffe darauf, dass die Sächsische Zeitung zu einer sachlichen und an Fakten orientierte Zusammenarbeit zurückfindet.“

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