Faschingsumzug Freital 2025: Stadtspitze setzt mit „Stroh zu Gold“ politisches Zeichen

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Am 8. Februar 2025 verwandelte sich Freital erneut in eine Hochburg des närrischen Treibens. Insgesamt 14 Faschingsvereine beteiligten sich mit viel Kreativität, Engagement und Liebe zum Detail an der diesjährigen Parade. Farbenfrohe Kostüme, aufwendig gestaltete Wagen und schätzungsweise 15 000 Besucher am Straßenrand sorgten für eine rundum gelungene Veranstaltung. Einer der Wagen stach dabei mit einer politischen Botschaft besonders hervor: der Beitrag der Freitaler Stadtspitze, der mit einer ebenso pointierten wie symbolstarken Botschaft einen Akzent setzte, humorvoll verpackt, aber inhaltlich klar. Für Florian Fritzsche, Mitglied der Konservativen Mitte und zugleich Mitglied des Elferrats Somsdorf, zeigt sich darin eine besondere Qualität des örtlichen Brauchtums: „Fasching ist nicht nur Unterhaltung, sondern Ausdruck von Gemeinschaft und Verantwortungsbewusstsein. Es freut mich sehr zu sehen, wie viele Menschen heute gekommen sind, um den Faschingsumzug zu sehen.“

„Wir spinnen einfach Stroh zu Gold“
Konservative Mitte - ChatGPT Image 13. Feb. 2026 21 03 00
Florian Fritzsche ist Mitglied der Konservativen Mitte und zugleich Mitglied des Elferrats Somsdorf

Unübersehbar prangte auf dem Wagen der Spruch: „Macht in Berlin doch was ihr wollt, wir spinnen einfach Stroh zu Gold. Nicht für Armee, Staat oder Adelshaus! Das Gold geht ans Volk, wir teilen’s aus.“ Die Gestaltung griff das bekannte Märchenmotiv auf: Strohballen, goldene Elemente und symbolische „Goldbarren“ sowie ein kleines Männchen am Spinnrad bildeten das Bild. Die Kernaussage war deutlich: Wertschöpfung und Verantwortung beginnen vor Ort, und was hier erarbeitet wird, soll auch hier bei den Menschen ankommen. Symbolisch wurde dargestellt, dass das auf dem Wagen „gesponnene“ Gold beziehungsweise Geld durch die Stadtspitze – unter anderem persönlich mit Oberbürgermeister Uwe Rumberg und Ersten Bürgermeister Peter Pfitzenreiter – an die Bevölkerung weitergegeben wurde. Florian Fritzsche ordnet dies wie folgt ein: „Die Symbolik war eindeutig: Politik muss den Menschen dienen. Das, was erarbeitet wird, darf nicht in anonymen Strukturen verschwinden, sondern muss vor Ort Wirkung entfalten.“

Kommunale Verantwortung statt Berliner Luftschlösser

Der Spruch traf einen Nerv. Während auf Bundesebene immer neue Milliardenprogramme und Umverteilungen beschlossen werden, stehen Städte und Gemeinden vor ganz konkreten Herausforderungen – finanziell wie organisatorisch. Steigende Kosten, wachsende Bürokratie und immer neue Vorgaben aus übergeordneten Ebenen belasten die kommunale Handlungsfähigkeit zunehmend. Dass die Stadtspitze diese Thematik im Rahmen des Faschings aufgriff, wurde von vielen als Zeichen verstanden, Probleme nicht auszublenden. Florian Fritzsche betont hierzu: „Es braucht den Mut, auch in heiteren Momenten Klartext zu sprechen und das zu sagen, was manche nicht hören wollen. Wer Verantwortung trägt, darf sich nicht hinter Zuständigkeiten verstecken.“ Der Wagen der Stadtverwaltung setzte damit ein sichtbares Zeichen für kommunale Selbstbehauptung und Verantwortungsbewusstsein.

Energiepolitik mit Maß und Mitte

Auch energiepolitische Fragen bilden derzeit einen zentralen Diskussionspunkt. Der vielfach ideologisch geprägte Ausbau von Windkraftanlagen wird zunehmend kritisch betrachtet, insbesondere dort, wo Planungen ohne ausreichende Rücksicht auf Landschaft, Anwohner und Wirtschaftlichkeit erfolgen. Für viele Bürger entsteht der Eindruck, dass Entscheidungen fernab der kommunalen Realität getroffen werden. Florian Fritzsche formuliert es so: „Energiepolitik braucht Maß und Mitte. Symbolpolitik und einseitige Lösungen helfen weder den Kommunen noch den Bürgern weiter.“ Gerade Kommunen seien es, die die Folgen politischer Entscheidungen unmittelbar spürten: sei es bei Flächennutzungsfragen, Infrastrukturmaßnahmen oder finanziellen Belastungen. Der närrische Rahmen habe verdeutlicht, dass diese Debatten auch mit Humor angesprochen werden können, ohne an Ernsthaftigkeit zu verlieren. „Fasching ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, um politische Themen humoristisch aufzuarbeiten und den Menschen näherzubringen. Die Politiker und deren Arbeit sind sehr gute und beliebte Themen für die Gestaltung des Umzugswagens oder als Inhalt in einem Faschingsprogramm. Menschen kommen zusammen, lachen gemeinsam, aber nehmen die Botschaft mit nach Hause. Das ist wieder ein perfektes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, unser Kulturgut und unseren Brauchtum zu stärken und zu unterstützen.“

Dank an alle Beteiligten

Neben der politischen Botschaft stand jedoch vor allem eines im Mittelpunkt: das gemeinsame Feiern. Vierzehn Faschingsvereine haben mit großem Einsatz zum Gelingen der Parade beigetragen. Hinter jedem Wagen, jedem Kostüm und jedem Programmpunkt stehen unzählige ehrenamtliche Stunden. Florian Fritzsche unterstreicht: „Ohne das Engagement der Vereine, der Organisatoren und der vielen Helfer wäre ein solcher Tag nicht möglich. Ihnen gilt unser ausdrücklicher Dank. Es freut mich immer wieder sehr zu sehen, mit welcher Hingabe und Leidenschaft die Wagen gestaltet wurden. Es ist immer mit sehr viel Arbeit und Fleiß verbunden. Jetzt zu sehen, wie 15 000 Freitaler jedem Einzelnen zuwinken und feiern, macht einen selbst sehr glücklich und erfüllt einen mit Stolz.“ Der Dank richtet sich ebenso an die Sicherheitskräfte, die Verwaltung sowie die zahlreichen Besucher, die den Fasching in Freital erneut zu einem besonderen Ereignis gemacht haben. So bleibt von diesem Tag nicht nur Konfetti auf den Straßen, sondern auch die Erkenntnis, dass Brauchtum, Gemeinschaft und eine klare Haltung einander nicht ausschließen, sondern sich sinnvoll ergänzen. „Wir von der konservativen Mitte unterstützen gern dieses Brauchtum und die Vereine, die es pflegen. Mit Besuchen derer Veranstaltungen kann jeder seinen Beitrag dazu leisten, die Faschingskultur und das Brauchtum weiter zu erhalten, und erlebt zugleich noch einen unvergleichlichen Abend“, so Florian Fritzsche abschließend.

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