Seit dem Abriss der Arthur-Lohse-Brücke im Jahr 2023 fehlt im Rabenauer Grund eine Querung über die Rote Weißeritz. Nach der Absage des Freistaats nehmen der Freitaler Brückenbauingenieur Mario Kühnel gemeinsam mit Vorstandsmitglied Jens Maahs die Sache selbst in die Hand. In einem aktuellen Video erklären sie, dass sie die historische Verbindung mit einer einfachen Stahlbrücke wiederherstellen wollen und dafür Mitstreiter suchen.
Inhaltsverzeichnis
Ein Brückenbauer übernimmt die Planung
„Meine Idee ist hier, eine einfache Konstruktion aus Stahl zu errichten“, sagt Kühnel im Video zur Initiative. Seit 25 Jahren arbeitet er als Brückenbauingenieur. Für den Wiederaufbau will er die Planungskosten übernehmen und selbst Geld zum Bau beisteuern.

Jens Maahs, Vorstandsmitglied der Konservativen Mitte, unterstützt die Initiative als Privatbürger. Sein Unternehmen werde „mindestens einen vierstelligen Betrag zur Verfügung stellen“, sagt er im aktuellen Video der Konservativen Mitte. Nach seinen Angaben gibt es bereits erste Zusagen aus dem Bereich der Vermessung und des Brücken- und Stahlbaus. Auch erste Interessenten für finanzielle Unterstützung haben sich gefunden.
Schon die erste Brücke ging auf eine private Initiative zurück
Der Hainsberger Heimatfreund Arthur Lohse brachte 1939 gemeinsam mit Wanderfreunden die erste Brücke an dieser Stelle auf den Weg. Die Querung verband den Grundweg mit dem Rabenauer Sagenweg. Seit dem Abriss fehlt genau dieses Stück, um den Sagenweg wieder als Rundweg gehen zu können. Wie vielen Menschen diese Verbindung wichtig ist, zeigte die Petition des Freitalers Tilo Harder. Tausende unterschrieben für den Wiederaufbau.
Das Umweltministerium begründete seine Absage im September mit den schwierigen Bedingungen vor Ort. Die steilen Ufer, die Hochwassergefahr und der aufwendige Zugang für Bauarbeiten erschweren einen Ersatzbau. Zugleich hat sich Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch laut Stadt Freital für Vorschläge anderer Initiativen gesprächsbereit gezeigt.
Daran sollte der Freistaat anknüpfen. Wenn Bürger eigenes Geld und berufliches Können einbringen, sollten Stadt, Sachsenforst und Ministerium frühzeitig mit ihnen an einen Tisch kommen und der Initiative eine Chance geben. So kann geklärt werden, was ein einfacher Entwurf am Standort leisten muss und wer die Brücke später unterhalten kann.
Unterstützer für die Arthur-Lohse-Brücke gesucht
„Hier können sich viele Leute einbringen“, sagt Jens Maahs. Die Planung und geeignete Fachfirmen stehen in den Startlöchern und möchten die Initiative mittragen. Jeder der sich finanziell beteiligen möchte, kann sich direkt bei der Initiative melden.
Kontakt per E-Mail
a.lohsebruecke@glamatec.de
Youtube-Video
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
